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29.06.21

Akustik in offenen Küchen

Offen, groß und manch­mal laut -Offene Küchen gehen flie­ßend in den Wohnbereich über. Die Kücheninsel oder der Esstisch wer­den zu schmu­cken Verbindungsmöbeln ins an­gren­zen­de Esszimmer, die Wohnküche zum Lebensmittelpunkt im Zuhause. Viele Küchenhersteller haben auf die­sen Trend re­agiert und Ihr rei­nes Küchenmöbelprogramm um Wohn- und Badmöbel er­wei­tert. Wie ein roter Faden zieht sich auf Wunsch ein Einrichtungsstil durch die ver­schie­de­nen Wohnwelten und auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te Kleinmöbel sor­gen für ein har­mo­ni­sches Erscheinungsbild.

Das sind die schö­nen Seiten der of­fe­nen Wohnraumgestaltung. Negativ wir­ken sich die of­fe­nen Grundrisse im Zuhause oft­mals auf die Akustik aus: Hallende Schritte, große Geräuschkulisse durch Küchengeräte oder selbst bei lei­sen Gesprächen, ble­cher­ne Akustik und lange Nachhallzeiten der Lieblingsmusik aus den Lautsprechern oder un­er­träg­li­ches Echo von den Wänden, wenn der Kaffeevollautomat läuft – das sind nur ei­ni­ge der Nachteile. Hinzu kommt, dass der zwi­schen­wand­lo­se Wohnraum kaum Rückzugsorte zum ru­hi­gen Arbeiten in Zeiten von Homeoffice und par­al­le­lem Homeschooling bie­tet. Calls, Zoom-Konferenzen und Co. wer­den schnell zu be­son­de­ren Herausforderungen, die die Grenzen der of­fe­nen Wohnkultur of­fen­ba­ren. Allerdings macht Not be­kannt­lich er­fin­de­risch.

Und wer nicht schon vor der Pandemie für eine aus­ge­wo­ge­ne Akustik im offen ge­stal­te­ten Zuhause ge­sorgt hat, der wurde spä­tes­tens in den letz­ten Monaten aktiv. Was al­ler­dings hilft, um den Lärmpegel zu sen­ken und die Raumakustik zu ver­bes­sern, und zwar ohne das mo­der­ne of­fe­ne Wohngefühl zunichtezumachen?

Zunächst gilt es, "akus­tisch harte" Materialien wie Beton, Glas, Keramik und Kunststoff be­son­nen ein­zu­set­zen. All diese Werkstoffe haben einen gro­ßen Einfluss auf die Raumakustik, denn die Qualität der Akustik hängt vor allen Dingen mit der Länge der Nachhallzeit des Schalls in den Räumen zu­sam­men. Diese ist das Maß für die Helligkeit in Räumen und für den Schallpegel. Je län­ger die Nachhallzeit, desto grö­ßer ist der Schallpegel und damit der läs­ti­ge Lärmpegel.

Akustik-Absorber mit Stil

Die Schallwellen in Räumen kön­nen mit Akustik-Absorbern, also so­ge­nann­ten Schallschluckern, ge­bremst wer­den. Als Ausgleich zu ‚akus­tisch har­ten‘ Materialien wer­den ‚wei­che‘ Absorber ge­nom­men. Dazu zäh­len etwa Textilien und Teppiche. Diese Materialien har­mo­nie­ren al­ler­dings nicht mit jedem Küchenambiente und ma­chen ins­be­son­de­re in mo­dern ge­stal­te­ten Küchenräumen keine gute Figur. Hier bie­ten sich spe­zi­ell auf den Raum ab­ge­stimm­te Produkte mit op­ti­mier­ter Oberflächenstruktur an, bei­spiels­wei­se Akustikbilder. Diese las­sen sich wun­der­bar in­di­vi­du­ell in Farbe und Form ge­stal­ten und in jede Wohnküche in­te­grie­ren. Ist keine freie Wandfläche vor­han­den, kann auf an­de­re Schallschlucker zu­rück­ge­grif­fen wer­den wie Akustik-Paneele oder Akustik-Platten. 

Diese dämp­fen eben­falls wun­der­bar Geräusche, sind aber oft­mals kei­ner und platz­spa­ren­der. In ver­schie­de­nen Abmaßen und Formen sowie in­di­vi­du­el­ler Farbgestaltung wer­den bei­spiels­wei­se Rahmen mit Filz oder an­de­ren Textilien be­spannt und die­nen in Wohnküchen zu­sätz­lich als de­ko­ra­ti­ves Gestaltungselement. Harmonisch fügen sich die Platten in die Farben des Wohnraums ein oder set­zen farb­li­che Akzente – je nach den per­sön­li­chen Befindlichkeiten und Ansprüchen der Küchenbewohner. 

Diverse Wandbespannungen hel­fen eben­falls dabei, eine bes­se­re akus­ti­sche Atmosphäre zu er­zie­len, sei es an Wänden, Decken oder auch Türen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Flexible Trennwände

Wandbespannungen las­sen sich eben­falls an Stellwänden an­brin­gen. Diese haben den Vorteil, dass sie zu­sätz­lich als fle­xi­ble Raumtrenner be­nutzt wer­den kön­nen, um Privatsphäre und Rückzugsorte zu schaf­fen. Starre Trennwände, die gerne zum Anheften von Notizen ver­wen­det wer­den, haben al­ler­dings den gro­ßen Nachteil, dass sie viel Platz in Anspruch neh­men und nicht so ein­fach aus dem Blickfeld ge­räumt wer­den kön­nen. Hier über­zeu­gen spa­ni­sche Wände, die im ge­sam­ten Wohnraum fle­xi­bel ein­ge­setzt und dank ihrer Scharniere je­der­zeit zu­sam­men­ge­klappt und an­dern­orts ver­staut wer­den können.

Schiebetüren

Türen, die in den Zwischenräumen von Wänden ver­schwin­den, sind eben­falls will­kom­men, um den Lärmpegel zu sen­ken und die Akustik zu ver­bes­sern. Vor allen Dingen kön­nen äu­ßerst raf­fi­niert und stil­voll große Räume ver­klei­nert und die laute Gästeschar von den Schlafbereichen ab­ge­kop­pelt wer­den. Schiebetüren glei­ten nicht nur in Zwischenwände, son­dern auch an ihnen vor­bei und fügen sich dank gro­ßer Farbvarianz ge­konnt in jede Küchenumgebung ein.

Deckensysteme

Wer Wände, Fenster und Böden ohne viel Tamtam be­las­sen und den mo­der­nen Charakter der of­fe­nen hel­len Wohnküche nicht stö­ren möch­te, der kann die Küchendecke mit akus­ti­schen Schallschluckern ver­se­hen. An die Betondecke wer­den dann spe­zi­el­le Schallschutz-Elemente mon­tiert, mit denen sich ge­zielt ge­stal­te­ri­sche Elemente set­zen las­sen, ohne als Akustik-Absorber wahr­ge­nom­men zu werden.

Bücherregale

Insbesondere, wenn der Wohn-, Essbereich an die Wohnküche an­grenzt, sind Bücherregale eben­falls ein äs­the­ti­sches Wohnmöbel, das für ein ru­hi­ges Raumklima sorgt. Mit Kochbüchern und hüb­schen Dekorationsartikeln zur Küchenseite und Fachzeitschriften, Romanen und Unterhaltungsliteratur zum Wohnbereich be­stückt, setzt es stil­voll Akzente und schafft zu­gleich ge­müt­li­ches Wohnambiente.

KüchenTreff Aspelmeyer Fazit:

Mit durch­dach­ter Planung sind in of­fe­nen Wohnküchen keine Kompromisse in punc­to Akustik nötig. Das KüchenTreff-Team zeigt Ihnen schon bei der Küchengestaltung die große Bandbreite an Akustik-Absorbern. 

Dann ist es nur eine Frage des per­sön­li­chen Geschmacks, mit wel­chen Elementen eine bes­se­re akus­ti­sche Atmosphäre er­zielt wer­den soll.

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