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15.03.21

Energie sparen in der Küche

Ein mög­lichst um­welt­freund­li­ches und spar­sa­mes Leben ist in aller Munde. Um die­ses Lebenskonzept im ei­ge­nen Zuhause um­zu­set­zen, ist es sinn­voll in dem Raum zu be­gin­nen, der die meis­te Energie im Haushalt ver­braucht – der Küche. Mit der rich­ti­gen Herangehensweise und mo­der­nen Geräten, die en­er­gie­ef­fi­zi­ent ar­bei­ten, lässt sich hier der Strom- und Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent re­du­zie­ren. Das ent­las­tet die Umwelt und schont zudem den Geldbeutel, wenn wir uns jedes Jahr über die ge­stie­ge­nen Strompreise ärgern.

Alles schläft und einer frisst

Es ist all­ge­mein be­kannt, dass vor allem alte Kühlschränke zu den Stromfressern schlecht­hin ge­hö­ren. Sie lau­fen jeden Tag 24 Stunden am Stück und ver­brau­chen dabei eine Menge Strom. Moderne Kühlschränke sind viel spar­sa­mer und ef­fi­zi­en­ter. Mit den neuen No-Frost-Technologien ist sogar das re­gel­mä­ßi­ge Abtauen über­flüs­sig ge­wor­den. Das spielt für den Stromverbrauch eine große Rolle, da ver­eis­te Geräte deut­lich mehr Strom be­nö­ti­gen. Auch in der Küchenplanung soll­te die Hauptfunktion eines Kühlschrankes oder Gefriergerätes be­dacht wer­den. 

Da sie für das Kühlen zu­stän­dig sind, wird ihre Arbeit un­nö­tig er­schwert, wenn sie neben einem Herd oder einer Heizung ste­hen. Lässt sich die Nachbarschaft zwi­schen einem wär­me­ab­ge­ben­den und einem küh­len­den Gerät nicht ver­hin­dern, iso­lier­te eine Styropordämmung. Auch die Größe spielt eine wich­ti­ge Rolle. Ein zwei Personenhaushalt kühlt mit einem rie­si­gen Kühlschrank, der nicht kom­plett aus­ge­nutzt wird, zu viel un­nö­ti­gen Raum. Die ide­a­le Temperatur im Kühlschrank be­trägt 5° C bis 7° C, im Gefrierschrank -18° C. Jedes wei­te­re Minusgrad ver­braucht bis zu 6 Prozent mehr Strom.

Sparsam ko­chen und sparen

Unterschiedliche Kochfelder haben un­ter­schied­li­che Vorteile, aber vor allem auch un­ter­schied­lich hohe Energiepotentiale. Für alle, die gerne und häu­fig ko­chen, lohnt sich die Investition in einen neuen Herd. Gerade alt­ge­dien­te Elektrokochplatten ver­brau­chen eine Menge Energie, die zu einem gro­ßen Teil un­ge­nutzt ver­puf­fen. Glaskeramik-Kochfelder sind deut­lich spar­sa­mer und an­wen­der­freund­li­cher, da sie schnel­ler heiß wer­den. Bei bei­den Varianten kann von der herr­schen­den Restwärme pro­fi­tiert und der Herd schon Minuten vor dem Ende der Garzeit aus­ge­schal­tet wer­den. Etwas teu­rer, aber grund­sätz­lich auch ef­fi­zi­en­ter sind die Induktionskochfelder.

Hier wird mit­tels eines Magnetfeldes nur dort Energie er­zeugt, wo sie auch ge­braucht wird – unter dem Topf- oder Pfannenboden. Gas-Kochfelder haben wie­der­um den Vorteil, dass sie mit Flaschen- oder Erdgas be­trie­ben wer­den und diese Kosten pro Kilowattstunde deut­lich ge­rin­ger sind. Für die Dunstabzugshaube gilt, Abluft ist en­er­gie­spa­ren­der als Umluft. Die neuen Geräte kom­mu­ni­zie­ren sogar mit dem Herd. Sie stel­len die Leistungsstärke pas­sen zum Kochvorgang und den dabei pro­du­zier­ten Kochdünsten ein. 

Auch beim Backofen gibt es viele Möglichkeiten Energie zu spa­ren. Das Garen per Umluft ist grund­sätz­lich ef­fi­zi­en­ter als per Ober- und Unterhitze. Die Hitze ver­teilt sich hier we­sent­lich bes­ser im ge­sam­ten Backofen und es kön­nen par­al­lel auch meh­re­re Backbleche ge­nutzt wer­den. Meist ist auch das ge­for­der­te Vorheizen nicht wirk­lich not­wen­dig. Einige Backöfen mit Umluft haben zudem einen Nachlauf, kön­nen also schon ein paar Minuten vor dem ei­gent­li­chen Ende der Backzeit wie­der aus­ge­schal­tet wer­den, um Energie zu sparen.

Wassersparend kochen

Wasser in einem Topf zu er­hit­zen ist reine Energieverschwendung. Deutliche ef­fi­zi­en­ter geht es mit einem Wasserkocher, da er viel we­ni­ger Energie be­nö­tigt, als die Herdplatte. Das geht au­ßer­dem auch schnel­ler. Auf dem Vormarsch sind auch Wasserhähne, bei denen das ko­chen­de Wasser di­rekt aus der Leitung kommt. Was die Wasserhähne zu ech­ten Multitalenten in der Küche macht, er­klä­ren wir hier. Zudem lohnt sich das Nachrüsten von Armaturen mit einem Wasserspar-Einsatz, der die Durchflussmenge re­gu­lie­ren. Ganz wich­tig ist es dar­auf zu ach­ten, dass es nir­gend­wo tropft.

Denn ein trop­fen­der Wasserhahn ver­braucht bis zu 46 Liter Wasser am Tag. Für alle Spülmuffel gibt es noch die gute Nachricht, dass mo­der­ne Spülmaschinen viel spar­sa­mer sind als das Abwaschen per Hand. Eine mo­der­ne Maschine ver­braucht ca. 12 bis 14 Liter Wasser pro Spülgang, wäscht man 12 Gedecke nach einem Familientreffen per Hand, kön­nen es bei durch­lau­fen­dem Wasser schnell bis zu 50 Liter wer­den. 

Es lohnt sich auch auf die Spülmaschine zu ver­trau­en, denn das Vorspülen per Hand kos­tet un­nö­tig viel Wasser. Außerdem ist die Temperatur ent­schei­dend: Ein Spülgang mit 50° C statt 60° C kos­tet 25 Prozent we­ni­ger Strom.

Klein aber oho

Viele Kleingeräte in der Küche spa­ren uns oft Zeit und Arbeit. Aber sie soll­ten vor allem en­er­gie­spa­rend sein, damit sie die Stromrechnung nicht über­stra­pa­zie­ren. Mit guten Effizienzklassen er­hält man spar­sa­me Alternativen für den Alltag, die ei­ni­ge Vorteile bie­ten. So ver­braucht ein Toaster beim Aufbacken von Brötchen deut­lich we­ni­ger Energie als der Backofen. Auch, wenn es spie­ßig klingt: Eier las­sen sich im Eierkocher viel spar­sa­mer ko­chen als im Kochtopf. 

Auch die Mikrowelle ist ein klei­ner Energiespar-Held in der Küche. Viele Speisen las­sen sich hier nicht nur scho­nen­der, son­dern auch mit deut­lich we­ni­ger Energie zu­be­rei­ten als auf dem Herd. Auch die Tasse Milch ist blitz­schnell in der Mikrowelle er­hitzt. 

Bei einem ein­ge­bau­ten Stand-by-Modus ist üb­ri­gens Vorsicht ge­bo­ten. Viele Geräte ver­brau­chen hier wei­ter Energie, auch wenn es nur wenig ist. Schaltbare Steckdosen kön­nen das verhindern.

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