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17.11.2020

Küchenfronten und Griffe

Maximale Wirkung - Gehören Sie zu den­je­ni­gen, die sich im na­tur­be­las­se­nen Holzambiente am wohls­ten füh­len? Oder lie­ben Sie den mo­der­nen Industrielook? Bei der Auswahl der Küchenfront soll­ten Sie sich Zeit las­sen – schließ­lich ist sie das Aushängeschild der neuen Küche.

Die Küchenfront ist ent­schei­dend für den ers­ten Eindruck der Küche, denn auf sie fällt der erste Blick, wenn man die Küche be­tritt und schon rein flä­chen­mä­ßig nimmt sie den größ­ten Raum ein. Bei den Küchenfronten kön­nen Sie heut­zu­ta­ge aus einer bei­na­he un­end­li­chen Spanne an Möglichkeiten aus­wäh­len. Und: Die Front be­stimmt nicht nur Look-and-feel der Küche – sie ist auch ein we­sent­li­cher Faktor für den Preis.

Wenn die neue Küche ge­plant wird, soll­tet der Front genug Zeit ge­wid­met wer­den: Welche Farbe und wel­ches Material pas­sen am bes­ten zu Ihnen? Welche Griffe ge­fal­len Ihnen am bes­ten? Oder wün­schen Sie sich am Ende eine griff­lo­se Küche? Beantworten Sie diese Fragen für sich und las­sen Sie sich dann vom Profi be­ra­ten. Wir geben hier schon mal einen Überblick über die Möglichkeiten.

Von Massivholz zu Beton: ein brei­tes Spektrum

Umweltfreundlich und nach­hal­tig kommt die Massivholzküche daher. Sie sorgt für eine na­tür­li­che, sehr in­di­vi­du­el­le Optik und ist auf­grund ihrer schad­stoff­frei­en Herstellung für Allergiker ge­eig­net. Im Gegensatz zur Echtholzküche muss bei Massivholz die ge­sam­te Küche aus Holz be­stehen. Wer sie wählt, hat al­ler­dings ei­ni­ges zu tun. Massivholz ist ver­gleichs­wei­se pfle­ge­inten­siv. Hinsichtlich der op­ti­schen Vorzüge ähn­lich, aber weit­aus kos­ten­güns­ti­ger ist die be­sag­te Echtholzküche, bei der Span- oder MDF-Platten mit Holzfurnier be­schich­tet wer­den. Die Oberflächen kön­nen dann auf un­ter­schied­lichs­te Art be­ar­bei­tet werden.

Direkt auf Holz fol­gen Lackfronten auf der Küchenoberflächen-Beliebtheitsskala. Hier un­ter­schei­det man Hochglanz- und Mattlackierungen. Gerade Hochglanz sorgt für tren­di­ge Designeffekte – und eine enor­me Auswahl an Farben lässt ein brei­tes Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten zu. Dies gilt eben­falls für Kunststofffronten, die in drei Qualitäten er­hält­lich sind: als Folienfronten, Schichtstofffronten und Melaminharzfronten. Die Folienfronten fin­den sich im Einstiegsbereich; Schichtstoff- und Melaminharzfronten sind etwas auf­wän­di­ger auf­ge­baut. Bei allen drei Varianten hat sich die Laserkante als Qualitätsmerkmal eta­bliert. Mit die­ser wird der Übergang von Oberfläche zur Kante unsichtbar.

Für die stil­be­wuss­ten Modernisten ist Glas ein an­ge­sag­tes Frontmaterial. Es lässt sich in un­ter­schied­lichs­ten Formen re­a­li­sie­ren: in Kombination mit Holz, Edelstahl oder als kom­plet­te Glaslösung und bie­tet neben der op­ti­schen Vielfalt noch einen Zusatznutzen – Glasfronten sind enorm pflegeleicht.

Das gilt eben­falls für den an­de­ren Trendsetter. Edelstahlfronten sind ro­bust und hy­gie­nisch. Sie wir­ken edel und hoch­wer­tig, sind al­ler­dings an­fäl­lig für Kratzer. Wer die ge­wis­se Patina, die da­durch mit der Zeit ent­steht, zu schät­zen weiß, hat mit Edelstahl aber einen op­ti­schen Blickfang für seine Küche. Noch an­ge­sag­ter ist mo­men­tan der Industrial-Style, wo Beton seine Rolle in der Inneneinrichtung ge­fun­den hat. Mittlerweile gibt es sogar Fronten in Echtbeton, auch wenn sich auf­grund des ge­rin­ge­ren Gewichts Betonoptiken stär­ker durch­ge­setzt haben.

Griffe oder keine Griffe – das ist hier die Frage

Es ist eine Frage der Optik: Griffe oder keine Griffe. Bei man­chen Küchenstilen, zum Beispiel bei der Landhausküche, sind Griffe ein Gestaltungselement, das kaum weg­zu­den­ken ist. Bei mo­der­nen, mi­ni­ma­lis­ti­schen Küchen kön­nen sie hin­ge­gen das Gesamtbild stö­ren. Die Griff-Frage ent­schei­det ihr also am bes­ten, wenn die Oberfläche aus­ge­wählt wurde. Eins soll­te al­ler­dings dabei be­dacht wer­den: Grifflose Küche be­deu­tet mehr Pflege. Denn die Mechanik ver­langt es meist, dass auf die Oberfläche ge­tippt wird, sie muss also häu­fi­ger ge­rei­nigt wer­den – aber das neh­men die meis­ten Küchenkäufer gerne hin, wenn die Küche dann ihren Wünschen entspricht!

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