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14.11.22

Leitungswasser als Trinkwasser

Wasser marsch - Schnell in die Küche, das Glas unter den Wasserhahn hal­ten, auf­fül­len und trin­ken. Viele Armaturenhersteller bie­ten mitt­ler­wei­le sogar Sodawasser di­rekt aus dem Hahn an und das auch noch an­ge­nehm ge­kühlt. Die Möglichkeiten, Trinkwasser zu­hau­se di­rekt aus dem Hahn zu zap­fen, sind viel­fäl­tig. Wir zei­gen Ihnen, wel­che Systeme es gibt, wel­che Vor- und Nachteile sie bie­ten und wie nach­hal­tig diese sind. Lassen Sie sich in­for­mie­ren und wäh­len Sie die Trinkwasserquelle, die zu Ihnen und Ihren Ansprüchen passt.

Vorteile Leitungswasser

Leitungswasser ist eine sehr gute Alternative zu Mineralwasser und deutsch­land­weit von sehr guter Qualität. Dafür sorgt die Trinkwasserverordnung. Die Gesundheitsämter füh­ren re­gel­mä­ßig ent­spre­chen­de Qualitätskontrollen durch und schau­en da­nach, dass die hohen Qualitätskriterien auch ein­ge­hal­ten wer­den. Laut der Verbraucherzentrale ist Leitungswasser circa 100-mal preis­wer­ter als Mineralwasser aus Flaschen und hat den gro­ßen Vorteil, dass es di­rekt zu­hau­se ver­füg­bar ist. Hinzu kommt, dass die Klimabelastung durch Mineralwasser in Deutschland fast 600-mal höher ist als bei Leitungswasser, weil die Trinkwasserflaschen erst noch her­ge­stellt, re­cy­celt und be­füllt und an­schlie­ßend trans­por­tiert wer­den müs­sen. Wer das also ver­mei­det, ent­las­tet die Umwelt und schont das Klima.

Wasserfilter

Notwendig ist der Einsatz von Filtern für Leitungswasser in Deutschland in der Regel nicht. Das Wasser aus den Leitungen ist schad­stoff­arm, un­ter­liegt stän­di­gen Kontrollen und ist be­den­ken­los als Trinkwasser ver­wend­bar. Laut der Hersteller von Wasserfiltern wie zum Beispiel BRITA gibt es den­noch gute Gründe, das Wasser zu­sätz­lich zu fil­tern. Beispielsweise, um Chlor oder an­de­re ge­schmacks­stö­ren­de Stoffe mit Hilfe des Filtermaterials zu ent­fer­nen. Außerdem hilft der Wasserfilter dabei, aus har­tem und kalk­hal­ti­gem Wasser wei­ches Wasser zu ma­chen. Bei star­kem Kalk oder Chlor im Trinkwasser ist ein Filter also durch­aus prak­tisch und be­ein­flusst po­si­tiv den Geschmack des Wassers. Das Filtermaterial be­steht aus Aktivkohle und Ionenaustauschern. Diese fil­tern be­stimm­te Ionen wie Calcium oder Magnesium aus dem Wasser und sor­gen für die Entkalkung und Enthärtung des Trinkwassers. Im Gegensatz zu Filteranlagen, die di­rekt an die Wasserleitung des Hauses an­ge­schlos­sen sind, bie­tet BRITA Tischwasserfilter mit Filterkartuschen an. Ein prak­ti­sches, gut sicht­ba­res Kontrollsystem zeigt an, wenn ein Filterwechsel an­steht. Wasserkästen be­sor­gen und schlep­pen ist somit passé. Da Mehrwegflaschen ver­mie­den wer­den, ist der Umweltfaktor nicht von der Hand zu wei­sen. Werden täg­lich zwei Liter Wasser auf diese Weise ge­trun­ken, wird circa 15 kg Abfall pro Jahr ver­mie­den sowie 134.7kg CO2 eingespart.

Aus hy­gie­ni­scher Sicht sind Wasserfilter al­ler­dings mit Vorsicht zu ge­nie­ßen, da Trinkwasser als ver­derb­li­ches Lebensmittel schnell ver­keimt, wenn es zu lange im Behälter steht oder die Filter zu alt sind. Ein re­gel­mä­ßi­ger Filterwechsel ist daher enorm wichtig.

Sodastream

Aus Leitungswasser eine pri­ckeln­de Erfrischung ma­chen ist das Ziel von SodaStream. Auf Knopfdruck ver­wan­delt sich stil­les Wasser in fri­sches Sprudelwasser, Kisten- oder Sixpack-Wasserflaschen-Schleppen ge­hört der Vergangenheit an. Bis zu 60 Liter Wasser kön­nen mit dem Wassersprudler und da­zu­ge­hö­ri­gem Kohlensäurezylinder mit Kohlensäure ver­setzt wer­den, das ent­spricht einer Menge von bis zu sechs Getränkekisten oder bis zu sie­ben Sixpacks. Nach den per­sön­li­chen Befindlichkeiten lässt sich das Trinkwasser leicht, me­di­um ge­spru­delt oder be­son­ders sprit­zig auf­spru­deln. Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST zeich­ne­te im ÖKO-TEST 2018 gleich zwei SodaStream Gerät aus, Crystal 2.0 bekam die Gesamtnote „sehr gut“ und das Gerät Easy die Note „gut“.

Aus hy­gie­ni­scher Sicht sind Wasserfilter al­ler­dings mit Vorsicht zu ge­nie­ßen, da Trinkwasser als ver­derb­li­ches Lebensmittel schnell ver­keimt, wenn es zu lange im Behälter steht oder die Filter zu alt sind. Ein re­gel­mä­ßi­ger Filterwechsel ist daher enorm wichtig.

Mineralwasser

Den Klassiker Mineralwasser aus Glas- oder Plastikflaschen gibt es in zahl­rei­chen Geschmacksvarianten, die von der Zusammensetzung re­gi­o­na­ler Quellen be­stimmt wer­den. Natürlich ist Mineralwasser auf­grund der Herstellung und des Transportes teu­rer als Leitungswasser. Allerdings prä­gen Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium des­sen Charakter und sor­gen für be­son­ders er­fri­schen­de Geschmackserlebnisse.

Aus hy­gie­ni­scher Sicht sind Wasserfilter al­ler­dings mit Vorsicht zu ge­nie­ßen, da Trinkwasser als ver­derb­li­ches Lebensmittel schnell ver­keimt, wenn es zu lange im Behälter steht oder die Filter zu alt sind. Ein re­gel­mä­ßi­ger Filterwechsel ist daher enorm wichtig.

BLANCO- und Quooker-Armaturen

Namhafte Armaturenhersteller wie BLAN­CO und Quooker bie­ten in­ter­es­san­te Trinkwasserstationen an, die di­rekt in der Armatur in­te­griert sind. Dank aus­ge­feil­ter Systeme kön­nen Nutzer sogar koh­len­säu­re­hal­ti­ges Wasser di­rekt aus der Leitung zapfen.

Die BLAN­CO Soda-Armatur bie­tet neben kal­tem und war­mem Leitungswasser, ge­fil­ter­tes und ge­kühl­tes Sodawasser an. Auf der rech­ten Seite der Armatur gibt es Mischwasser, auf der lin­ken Seite auf Knopfdruck Trinkwasser. Das Beste: es lässt sich sogar gleich­zei­tig aus bei­den Einheiten Wasser ent­neh­men. Wasserfreunde kön­nen nicht nur zwi­schen drei ge­kühl­ten Wasserarten, still, me­di­um und pri­ckelnd wäh­len, son­dern auch die Menge Sodawasser be­stim­men, die ent­nom­men wer­den soll. Sechs de­fi­nier­te Mengen zwi­schen 100 und 1.000ml ste­hen zur Auswahl. 1,4 L ge­kühl­tes Wasser wer­den immer be­vor­ra­tet und sind so­fort ver­füg­bar. Die Soda-Einheit, also Filter mit Aktivkohle und Ionenaustauscher, Kühlungseinheit und CO2-Zylinder, ver­ste­cken sich im Spülenunterschrank.

Ein Touch-Display zeigt je­weils die Restekapazitäten von Filter und CO2-Zylinder an sowie den not­wen­di­gen Austausch der Einheiten. Der Filterwechsel ist laut Hersteller ein bis zwei­mal pro Jahr nötig. Von Vorteil ist, dass es für die Soda-Einheit ein automatisches Reinigungsprogramm gibt, das halb­jähr­lich durch­ge­führt wer­den soll­te und in rund drei­ßig Minuten mit Hilfe von Reinigungstabletten das System durch­spült. In Sachen Nachhaltigkeit wird auf Wasserflaschen ver­zich­tet und somit das Klima geschont.

Hersteller Quooker ist vor allen Dingen für sei­nen Kochend-Wasserhahn be­kannt. Zusätzlich zu 100 °C ko­chen­dem Wasser gibt es mit dem neuen CUBE nun auch ge­kühl­tes spru­deln­des und stil­les Wasser, und zwar alles aus einem Hahn. Ein zen­tra­les Bedienelement, ein mit­tig an der Armatur plat­zier­ter ge­rif­fel­ter Ring, macht das mög­lich. Wir die­ser Ring erst ge­drückt und dann ge­dreht, kommt spru­deln­des Wasser aus der Leitung. Der Leuchtring, der bei ko­chen­dem Wasser rot wird, blinkt nun blau. Wird der Knopf ein wenig län­ger ge­hal­ten, kommt stil­les Wasser aus dem Wasserhahn und der Leuchtring wird durch­gän­gig blau. 

Das Zubehör für den CUBE fin­det im Spülenunterschrank oder im Schränkchen da­ne­ben sei­nen Platz und be­steht aus einem Filter, der das Wasser rei­nigt, sowie einem CO2-Zylinder. Dieser reicht für 60 Liter spru­deln­des Wasser und kann kos­ten­los an Quooker zu­rück­ge­ge­ben wer­den, wenn er auf­ge­braucht ist. Der Filter im CUBE-Reservoir hält etwa ein Jahr. Ein akus­ti­sches Signal er­tönt, wenn der Hollow Fiber-Filter (HF)Filter aus­ge­tauscht wer­den muss. CUBE ist aus­schließ­lich in Kombination mit einem Quooker-Reservoir er­hält­lich und kann nicht ein­zeln in­stal­liert wer­den. Die Abkühlzeit für küh­les Wasser be­trägt 40 Minuten. Wie bei BLAN­CO wird je­weils 1,4 Liter ge­kühl­tes stil­les Trinkwasser be­vor­ra­tet. Egal, ob das Trinkwasser im Kühlschrank oder im CUBE-Reservoir ge­kühlt wird, es wird ge­nau­so viel Energie ver­braucht, da der Energieverbrauch bei­der Geräte gleich ist. Laut Quooker spa­ren Kunden mit dem Bezug von Trinkwasser über CUBE an die 330 Euro pro Jahr, wenn Zuhause 16 Liter spru­deln­des Wasser und acht Liter ge­fil­ter­tes Wasser pro Woche ge­trun­ken werden.

KüchenTreff Aspelmeyer-Fazit

Die Trinkwasser-Möglichkeiten für Zuhause sind viel­fäl­tig. Ob reine Filter, Sprudler oder kom­pak­te Trinkwasser-Armaturen ge­nom­men wer­den, hängt mit den per­sön­li­chen Bedürfnissen nach stil­lem oder koh­len­säu­re­hal­ti­gem Wasser, dem Wunsch nach Geschmacksvariationen und nicht zu­letzt mit dem vor­han­de­nen Budget zu­sam­men. 

Insbesondere die mul­ti­funk­ti­o­na­len Armaturen nam­haf­ter Hersteller haben ihren Preis. In Sachen Nachhaltigkeit sind Trinkwassersysteme in jedem Fall eine gute Sache, da das we­sent­lich kos­ten­güns­ti­ge­re Leitungswasser als Trinkwasser ge­nom­men wird. In un­se­rem Küchenstudio zei­gen wir Ihnen gerne die ver­schie­de­nen Trinkwassersysteme und fin­den genau das Richtige für Sie. Lassen Sie sich Ihr Trinkwasser Zuhause schmecken.

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