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22.01.2020

Nachhaltige Küchen

Das ge­stie­ge­ne Umweltbewusstsein und der scho­nen­de Umgang mit na­tür­li­chen Ressourcen neh­men einen immer grö­ße­ren Stellenwert ein. Die Verantwortung ge­gen­über un­se­rer Umwelt for­dert ein nach­hal­ti­ges Leben und Wirtschaften. Bewegungen wie Fridays for Futur sind dabei nur die Spitze des Eisberges. Auch im pri­va­ten Bereich pas­siert viel: Eine Lebensweise, die von nach­hal­ti­gen Aspekten ge­prägt ist und den Schutz der Umwelt be­rück­sich­tigt, zieht immer mehr in den ei­ge­nen Alltag ein. Das be­ginnt mit der Einrichtung im ei­ge­nen Zuhause und ins­be­son­de­re der Küche. Aber was macht eine öko­lo­gi­sche Küche wirk­lich aus?

Materialauswahl

Viele nam­haf­te Küchenhersteller bie­ten Küchenmöbel an, die den Anforderungen einer nach­hal­ti­gen Küche ent­spre­chen. Dabei steht eine um­welt­freund­li­che Herstellung schon lange nicht mehr im Gegensatz zu einem mo­der­nen Design. Dies be­ginnt mit der Verwendung von öko­lo­gi­schen Materialien und deren Nachhaltigkeit. Auf tro­pi­sche Hölzer aus dem Urwald gilt es bei­spiels­wei­se zu ver­zich­ten. Hierfür müs­sen sich die Küchensuchenden aber nicht aus­schließ­lich an den Tischler des Vertrauens wen­den, der die Küchenmöbel auf Maß pro­du­ziert. Immer mehr Küchenanbieter set­zen auf hei­mi­sche Hölzer, die aus nach­hal­ti­ger Forstwirtschaft stammen.

Qualitätsgemeinschaft grünergriff

Wir von KüchenTreff Aspelmeyer haben uns der Qualitätsgemeinschaft grünergriff angeschlossen. grünergriff ist eine Initiative, um ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaf­fen und Maßnahmen trans­pa­rent und sicht­bar zu ma­chen. Küchenstudios, die be­wusst und nach­hal­tig han­deln, kön­nen sich von grünergriff prü­fen las­sen – das haben wir getan und sind nun Teil der Nachhaltigkeitsinitiative. Vielen Küchenkäufern ist es heute wich­tig, dass die Produkte, die sie kau­fen, nach­hal­tig sind und dass das Küchenstudio um­welt­be­wusst ist. Deswegen haben wir uns von grüner­griff aus­zeich­nen las­sen. grüner­griff un­ter­stützt den Mittelstand dabei, be­wuss­ter zu han­deln, auf Regionalität zu set­zen und mit Lieferanten zu ar­bei­ten, die eben­so agieren.

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Siegel mit Aussagekraft

Viele Unternehmen haben sich sogar zer­ti­fi­zie­ren las­sen und nut­zen Siegel nach den FSC- (Forest Stewardship Council) oder PEFC-Richtlinien (Programm for the Edorsement of Forest Certification Schemes). Diese bei­den gleich­wer­ti­gen „Öko“-Siegel do­ku­men­tie­ren, dass die ver­wen­de­ten Hölzer aus einer nach­weis­lich nach­hal­ti­gen Waldbewirtschaftung stam­men und ver­schie­de­ne Umwelt- und aus Sozialstandards ein­ge­hal­ten wer­den. Damit Küchenhersteller das PEFC-Logo oder das FSC-Gütesiegel tra­gen dür­fen, müs­sen ver­schie­de­ne Kriterien der ge­sam­ten Wertschöpfungskette be­ach­tet wer­den. Beispielsweise darf nicht mehr Holz ge­schla­gen wer­den, als nach­wächst. Außerdem müs­sen ge­fäll­te Bäume wie­der auf­ge­fors­tet wer­den und der Wald als si­che­rer Lebensraum für Tiere und Pflanzen be­stehen blei­ben. Darüber hin­aus wer­den hohe Standards in Sachen Arbeitssicherheit vor­aus­ge­setzt.

Die um­fang­rei­chen Kontrollen er­fol­gen re­gel­mä­ßig und gel­ten für alle Betriebe, die in­ner­halb der Produktkette PEFC- oder FSC-Materialien ver­ar­bei­ten. Daran schließt sich die Verwendung von was­ser­ba­sier­ten Lacken und die lösungsmittel-​ und schad­stoff­freie Verleimung an. Beide Siegel eig­nen sich also auf den ers­ten Blick dazu, Küchenmöbel, die nach­hal­tig pro­du­ziert wur­den, zu er­ken­nen und damit die Umwelt zu schüt­zen. Es gibt aber noch an­de­re Lable, wie der Blaue Engel, das EU-Ecolabel oder PRO PLA­NAT. Was in der Theorie sinn­voll er­scheint, kann in der Praxis bei der Fülle von ver­schie­de­nen Logos schnell zum Verlust des Überblickes füh­ren. Der Bundesverband Verbraucher Initiative e. V. bie­tet an die­ser Stelle eine gute Aufstellung, die sich nach ver­schie­de­nen Kategorien fil­tern lässt.

Elektrogeräte ma­chen den Unterschied

Energiesparendes und damit um­welt­scho­nen­des Verhalten ist voll im Trend. Der erste Aspekt ist der Energieverbrauch von Elektrogeräten. Die Energieeffizienz lässt sich recht ein­fach an­hand des Energielabels be­ur­tei­len. Zudem gilt es dar­auf zu ach­ten, dass der ge­sam­te Lebenszyklus der Geräte auf Nachhaltigkeit ge­gen­über der Natur aus­ge­rich­tet ist. Sie soll­ten also eine mög­lich lange Lebensdauer haben und ide­a­ler­wei­se an­schlie­ßend sogar re­cy­cle­bar sein – zu­min­dest in Teilen. Auf diese Weise er­hält man lang­le­bi­ge, leis­tungs­star­ke und funk­ti­o­na­le Küchengeräte, die mit nied­ri­gen Verbrauchswerten in den bes­ten Energieeffizienzklassen über­zeu­gen.

Da ge­ra­de Kühl- und Gefriergeräten zu wah­ren Stromfresser wer­den kön­nen, ist die Berücksichtigung der Effizienzklasse hier so wich­tig. Auch die No-Frost-Technologie ist ein Parameter für sinn­vol­les Energiesparen. Wenn ein Gerät ver­eist ist, ver­rin­gert sich au­to­ma­tisch seine Leistung. Auch Geschirrspüler und Backöfen ver­fü­gen heute über ver­schie­de­ne Energiesparprogramme, die den Energieverbrauch mög­lichst ge­ring halten.

Nachhaltig Leben

Die nach­hal­ti­ge Küche endet aber nicht mit der Auswahl der ver­wen­de­ten Materialien und Elektrogeräten. Eine be­wuss­te Lebenseinstellung und ein ent­spre­chen­des Verhalten sind min­des­tens ge­nau­so wich­tig. Genau wie bei der Küche müs­sen auch beim Kauf von Küchenhelfern die ver­wen­de­ten Materialien auf ihre Umweltfreundlichkeit ge­prüft wer­den. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt ist die kor­rek­te Mülltrennung. Nur auf diese Weise ist es mög­lich, wert­vol­le Rohstoffe zu re­cy­clen. Mit se­pa­ra­ten Behältern für die Mülltrennung ist das aber kein Problem.

Auch beim Einkaufen soll­te man auf die Herkunft und Produktion der Lebensmittel ach­ten – vor allem der Wochenmarkt oder plas­tik­freie Läden kön­nen eine sinn­vol­le Alternative zum Supermarkt bil­den. Zudem darf der Verpackungsmüll nicht außer Acht ge­las­sen wer­den. Hier gilt üb­ri­gens grund­sätz­lich: Selbst ko­chen ist güns­ti­ger und ge­sün­der. Zudem soll­te die öko­lo­gi­sche Küchenausstattung nicht mit schäd­li­chen Chemie-Reinigern ge­putzt werden.

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