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21.09.22

Spüle vs. Spülmaschine

Es geht den meis­ten so: Man hat ge­mein­sam ge­kocht, le­cker ge­ges­sen und lehnt sich mit einem vol­len Bauch ge­nüss­lich zu­rück. Jetzt bleibt nur noch die Frage: Wer spült oder räumt die Spülmaschine ein? Gut or­ga­ni­sier­te Köche haben be­reits wäh­rend der Speisenzubereitung nach und nach für Ordnung in der Küche ge­sorgt. Manches wird sich aber si­cher noch in der Spüle sta­peln oder auf dem Herd ste­hen. Das Essgeschirr samt Besteck und Gläser muss auch noch sau­ber ge­macht wer­den. In jede Küche ge­hört ohne Zweifel ein Spülbecken mit pas­sen­der Armatur. Ohne geht es ein­fach nicht. Aber was ist mit der Spülmaschine? Sicher kein Muss, aber ein un­be­ding­tes Soll, wenn der Platz und die Gegebenheiten vor­han­den sind. Wir ver­ra­ten im Folgenden warum.

Ohne Spüle, keine Küche

Abwaschen, schä­len, schnei­den, vor­be­rei­ten, ko­chen – egal, was wir in der Küche ma­chen, die Küchenspüle ist mit von der Partie. Auch, wenn ein Teil der Aufgaben von der Spülmaschine er­le­digt wird. Kurz ge­sagt: Eine Spüle ge­hört in jede Küche. Hierbei ist es egal, wie groß oder klein der Raum ist. In klei­nen Küchen oder, wenn der Großteil der Spülaufgaben von der Spülmaschine über­nom­men wird, darf der Spülbereich etwas klei­ner aus­fal­len. Hier gibt es schi­cke Möglichkeiten von de­zen­ten Einzelbecken, die auf eine Abtropffläche ver­zich­ten und so der ide­a­le Partner für ein klei­nes Platzangebot sind. Randlos ein­ge­las­sen las­sen sie der Arbeitsplatte den Vortritt und fügen sich naht­los in die be­stehen­de Küche ein.

Wer die Möglichkeit hat, darf hier auch gerne groß­zü­gi­ger sein. Schnell steht der Salat zum Waschen be­reits im Spülbecken, gleich­zei­tig wird Nudelwasser be­nö­tigt und die Tomaten wol­len ab­ge­wa­schen wer­den. Größere Spülbecken oder sogar Doppelbecken bie­ten die ide­a­le Lösung. Auch große Pfannen und Töpfe las­sen sich hier pro­blem­los zwi­schen­la­gern oder säu­bern. Egal ob Eckspüle oder Vorfensterlösung, in dem um­fang­rei­chen Angebot fin­det sich immer das Passende. Auch beim Material gibt es viel­fäl­ti­ge Möglichkeiten, von klas­si­schem Edelstahl über stil­vol­le Keramik bis zu mo­der­nem Silgranit. So fin­det sich für jede Küchengröße und jeden Einrichtungsstil immer die op­ti­ma­le Spüle.

Wer hat, der kann

Spülmaschinen sind ein­fach un­end­lich prak­tisch. Schmutziges Geschirr und Kochutensilien ver­schwin­den so­fort aus dem Blickfeld und war­ten auf ihre au­to­ma­ti­sche Reinigung. Nichts muss in der Spüle ge­sta­pelt wer­den. Bei der Auswahl der Spülmaschine kommt es zu­nächst auf die rich­ti­ge Größe an. Die meis­ten Geräte haben eine Breite von 60 cm und pas­sen so stan­dard­mä­ßig in Schränke oder unter die Arbeitsplatte. Mini-Geschirrspüler mit einer Breite von 45 cm eig­nen sich vor allem für klei­ne Küchen oder Single-Haushalte. Für Individualisten gibt es auch so­ge­nann­te Kompaktgeschirrspüler, die zwar 60 cm breit sind, aber dafür nur 45 cm hoch. Diese Maße sind eben­falls eine in­ter­es­san­te Lösung für klei­ne Küchen. Die Zeiten von Einbaugeräten, die ein­fach unter die Arbeitsplatte ge­scho­ben wur­den, sind na­he­zu vor­bei. Vielmehr hat man heute die Wahl zwi­schen in­te­grier­ba­ren Geschirrspülern, auf die die ge­wähl­te Küchenfront mon­tiert wird. Bei der ers­ten Möglichkeit bleibt die Bedienleiste am obe­ren Rand frei und somit ist die Spülmaschine auch von außen als sol­che zu er­kenn­bar. Der voll­in­te­grier­te Geschirrspüler ist die ent­spre­chen­de Weiterentwicklung, bei der die Bedienelemente ins Geräteinnere ge­wan­dert sind. Auf diese Weise kann die kom­plet­te Vorderseite mit einer Möbelfront ver­deckt wer­den und das Gerät fügt sich übergangslos in die Küchengestaltung ein. Ein LED-Punkt am Boden ver­rät den Nutzern, dass das Spülprogramm noch läuft. Bei manchem Premiumgeräte wird sogar eine di­gi­ta­le Zeitanzeige in Ziffern auf den Küchenboden projiziert.

Weniger ist mehr

Für alle Spülmuffel gibt es noch eine zu­sätz­li­che gute Nachricht, denn die Spülmaschine ist weit­aus spar­sa­mer als das Spülen mit der Hand. Sie ver­braucht im Schnitt 50 Prozent we­ni­ger Wasser und 28 Prozent we­ni­ger Energie, das ergab eine Studie der Uni Bonn. Neben Energie und Wasser spart die Spülmaschine auch Zeit. Um dies zu ge­währ­leis­ten, muss die Spülmaschine je­doch rich­tig be­dient wer­den. Das be­deu­tet, dass das Gerät gut ge­füllt sein muss und auch das Vorspülen unter lau­fen­dem Wasser ist meist über­flüs­sig. Moderne Maschinen rei­ni­gen das Geschirr auch ohne Vorwäsche. Selbstverständlich ge­hö­ren Essensreste und gro­ber Schmutz vorab in die Mülltonne. Zu hohe Temperaturen sind meist un­nö­tig und ver­brau­chen un­nö­tig viel Energie. Auch die Dosierung von Reiniger, Salz und Klarspüler muss exakt be­stimmt und die Wasserhärte be­rück­sich­tigt werden.

Das Energielabel von Spülmaschinen ent­spricht dem an­de­rer Elektrogeräte. Allerdings wird hier neben dem Stromverbrauch auch ein Hinweis auf den Wasserverbrauch und die Lautstärke ge­macht. Gerade in of­fe­nen Wohnkonzepten spielt die Lautstärke der Geräte eine wich­ti­ge Rolle. 45 dB sind dabei die Grenze, bei der eine Unterhaltung noch pro­blem­los mög­lich ist. Alles über 50 dB wird als stö­rend empfunden.

Richtig eingeräumt

Das Innenleben einer Spülmaschine ba­siert auf einem gut durch­dach­ten Konzept. Die Grundeinrichtung be­steht bei einem Standard-Gerät meist aus zwei Geschirrkörben, einen oben und einen unten. Sie kön­nen über ein Schienen-Rollen-System aus­ge­zo­gen wer­den. Der obere Korb ist meist für Gläser, Tassen und Schalen vor­ge­se­hen. Bewegliche Elemente, die sich auf- und ein­klap­pen las­sen, schaf­fen zu­sätz­li­che Flexibilität, bei­spiels­wei­se für lang­stie­li­ge Gläser oder Küchenhelfer. Die be­kann­te Stachelhalterung im Unterkorb ist ideal für alle Ess- und Suppenteller. Auch Töpfe und Pfannen kön­nen hier un­ter­ge­bracht wer­den. Meist ist hier auch ein her­aus­nehm­ba­rer Besteckkorb plat­ziert. Großer Beliebtheit er­freut sich mitt­ler­wei­le auch die so­ge­nann­te Besteckschublade. Diese ist über dem obe­ren Korb an­ge­bracht und über die ge­sam­te Breite des Gerätes an­ge­legt. Bei mo­der­nen Geräten sind die Korbsysteme hö­hen­ver­stell­bar und fle­xi­bel. Sie er­mög­li­chen, die ver­schie­de­nen Zonen be­lie­big zu ver­grö­ßern. Auch das Ein- und Ausräumen ge­winnt an er­go­no­mi­schem Komfort. Einige Dinge soll­ten al­ler­dings nicht in die Spülmaschine, son­dern kurz mit der Hand ab­ge­spült wer­den. Dazu ge­hö­ren bei­spiels­wei­se schar­fe Messe, Utensilien aus Holz oder Kunststoff, die nicht als „spül­ma­schi­nen­fest“ de­kla­riert sind. Auch iso­lier­te Behälter mit Vakuum-Funktion dür­fen auf kei­nen Fall in die Spülmaschine. Bei be­schich­te­ten Töpfen oder Pfannen ist Vorsicht ge­bo­ten, da die Beschichtung mit der Zeit lei­det. Ebenso ver­lie­ren alle Gläser, Tassen oder Messbecher, die be­druckt sind nach einer Weile ihren Aufdruck.

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