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20.03.2023

Tipps zur Vermeidung von Kondenswasser

Gewusst wie – Neben dem Bad ist die Küche der Raum, in dem sich schnell Kondenswasser bil­det, am Kochfeld, im Kühlschrank oder an der Spülmaschine. Wir ver­ra­ten Ihnen, was Sie da­ge­gen tun können. In der Küche wird immer wie­der aufs Neue zu­be­rei­tet, ge­kocht und ge­spült. Das ge­hört zum Arbeitsalltag dazu. Durch die warme bis heiße Luft ent­steht Kondenswasser. Im Laufe der Zeit kann das zur Abnutzung der Oberflächen sowie zur Ablagerung von Schmutz füh­ren. Wir geben Tipps und zei­gen Maßnahmen auf, die dabei hel­fen, Kondenswasser zu vermeiden.

Kondenswasser beim Kochen

Beim Reis- oder Nudelkochen ent­ste­hen un­wei­ger­lich Dämpfe, die hoch­stei­gen, zu Kondenswasser wer­den und Tropfen an der Dunstabzugshaube oder den um­lie­gen­den Möbeln bil­den. Das liegt daran, dass die hei­ßen Dunsts­chwaden aus Töpfen und Pfannen auf kalte Oberflächen der Dunst­haube tref­fen und dort Feuchtigkeit bil­den. Diese wan­delt sich dann in Wasser­tropfen um. Auf lange Sicht schä­digt das die Ober­flächen der Möbel und auch der Haube. Außerdem be­ein­träch­tigt das Kondens­wasser die Hygiene beim Kochen, wenn das Kondens­wasser auf das Kochfeld ab­tropft. Um das zu ver­mei­den, ein­fach die Leistung der Dunst­haube hö­her­stel­len, damit Dünste und Dämpfe voll­stän­dig ab­ge­saugt wer­den und sich gar nicht erst Kondens­wasser bil­den kann. Sollte sich trotz­dem Kondenswasser an der Nischen­rückwand oder an den Fronten ab­set­zen, las­sen sich die feuch­ten Oberflächen be­quem mit einem wei­chen Tuch abwischen.

Kondenswasser beim Kühlen

Im Kühlschrank ent­steht stän­dig neues Kondenswasser. Damit die­ses sich nicht sam­melt, hat jeder Kühlschrank am Boden eine Rinne mit einem Ablaufloch, wel­ches das Kondenswasser in einem Auffangbehälter sam­melt. Durch all­täg­li­che Verunreinigungen kann das System ver­stop­fen. Die Folge: Lebensmittel wer­den durchnässt.

Es emp­fiehlt sich daher, die Vertiefung re­gel­mä­ßig mit Hilfe eines Wattestäbchens oder Zahnstochers zu rei­ni­gen. Ist das Ablaufloch frei und es bil­det sich trotz­dem mehr Feuchtigkeit als üb­lich, kann auch eine un­dich­te Türdichtung die Bildung von Kondenswasser be­güns­ti­gen. Um si­cher­zu­stel­len, dass die Kühl­schrank­tür auch fest schließt, ein­fach den Raum kom­plett ver­dun­keln und eine ein­ge­schal­te­te Taschen­lampe in den ge­schlos­se­nen Kühlschrank legen. Falls der Lichtschein au­ßer­halb des Kühlschranks zu sehen ist, soll­te die Türdichtung schnellst­mög­lich aus­ge­tauscht wer­den. Die Lebens­mittel im Kühl­schrank selbst kön­nen eben­falls Kondenswasser ver­ur­sa­chen. Zum Beispiel, wenn die Produkte in di­rek­tem Kontakt mit der Rückwand ge­la­gert wer­den oder noch warme Lebens­mittel in den Kühlschrank ge­stellt wer­den, ohne dass sie aus­rei­chend ab­ge­kühlt sind. Die Lösung ist sim­pel: Zum einen emp­fiehlt es sich, die Lebens­mittel mit einem klei­nen Abstand vor der Kühl­schrank-Rück­wand zu plat­zie­ren. Zum an­de­ren soll­ten heiße oder sehr warme Speisen zu­erst auf Raumtemperatur her­un­ter­ge­kühlt wer­den, bevor sie in den Kühlriesen kom­men. 

Um die Bildung von Kondenswasser vor­zu­beu­gen, emp­fiehlt es sich au­ßer­dem, die Türen des Kühlschranks mög­lichst sel­ten und nur kurz zu öff­nen, damit mög­lichst wenig warme Luft in das Kühlgerät ge­langt. Vor allen Dingen wirkt sich zu viel Kondens­wasser im Kühlschrank ne­ga­tiv auf den Strom­verbrauch aus. Je mehr Feuchtig­keit im Kühlriesen ist, desto mehr muss der Kompressor ar­bei­ten. Als Folge steigt der Strom­verbrauch und damit auch die Strom­kosten. Und nicht nur das. Auch die Lebens­dauer des Kühlschranks lei­det dar­un­ter, da der Kompressor schnel­ler über­hit­zen kann und im schlimms­ten Fall aus­fällt. Hinzu kommt, dass zu viel Kondenswasser im Kühlschrank die Schimmel­bildung im Innenraum be­güns­tigt. Schimmel greift nicht nur Lebensmittel, son­dern ge­ge­be­nen­falls auch Materialien im Kühlschrank an. Um das zu ver­mei­den, soll­te das Kühlgerät re­gel­mä­ßig gründ­lich ge­rei­nigt und be­trof­fe­ne Lebensmittel so­fort ent­sorgt werden.

Kondenswasser bei der Spülmaschine

Die Spülmaschine ist ein be­que­mer Helfer in der Küche. Damit das Geschirr gründ­lich ge­rei­nigt wird, be­nö­tigt der Geschirrspüler hei­ßes Wasser. Insbesondere kurz nach dem Ende des Spülprogramms, ist der Innenraum bei vie­len Modellen mit hei­ßem Wasserdampf ge­füllt. Wird die Tür des Gerätes so­fort ge­öff­net, bei ei­ni­gen öff­net sie sich sogar au­to­ma­tisch, zieht die heiße Luft in den Raum. Der warme Dampf setzt sich auf den ver­schie­de­nen Oberflächen wie Fronten, Arbeitsplatte oder auch Essplatz ab und es ent­steht Kondenswasser. Das führt au­to­ma­tisch zur Ablagerung von Feuchtigkeit. In Massivhölzern kön­nen da­durch Risse ent­ste­hen, bei Holz­dekorelementen kann sich eine Schicht lösen und auch Materialien wie Kunststoffe oder Edelstahl wer­den be­ein­träch­tigt. Der Wasserdampf la­gert sich eben­falls auf dem Geschirr ab. Beim Ausräumen ist daher Vorsicht ge­bo­ten, denn wird zum Beispiel ein Glas kopf­über in den Schrank ge­stellt und es be­fin­det sich noch Feuchtigkeit darin, be­güns­tigt das die Schimmelbildung.

Um das zu ver­‌mei­‌den, ist es emp­‌feh­‌lens­‌wert, circa 30 Minuten nach dem Ende des Spülprogramms ab­‌zu­‌war­‌ten, bevor die Maschine ge­‌öff­‌net wird. Wird das Geschirr so­‌fort ge­‌braucht, ist Folgendes zu emp­‌feh­‌len. Die heiße Spülmaschine soll­‌te nie nur einen Spalt, son­‌dern immer kom­‌plett ge­‌öff­‌net wer­‌den. Dadurch kann sich der Dampf in der gan­‌zen Küche ver­‌tei­‌len und es kommt nicht so schnell zur Bildung von Kondenswasser. Außerdem soll­‌te die Spülmaschine von unten nach oben aus­‌ge­‌räumt wer­‌den. Auf diese Weise trop­‌fen keine Wasserreste auf das un­‌te­‌re, tro­‌cke­‌ne Geschirr. Und – den Geschirrspüler nach dem Ausräumen nicht di­‌rekt wie­‌der schlie­‌ßen, um die Trocknung des Innenraums zu ge­‌währ­‌leis­‌ten und die Schimmelbildung zu vermeiden.

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